Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Interessierte!

Wir laden Euch ein zu unserer nächsten Versammlung für den Erhalt des Krankenhauses Holweide und der Kinderklinik Amsterdamer Straße

Dienstag, 21.04.2026, 19 Uhr

Schützenhalle Holweide, Maria-Himmelfahrt-Straße 10

Unser Antrag auf Rücknahme des Schließungsbeschlusses wurde von der BSW-Ratsgruppe bei der Ratssitzung am 19.03. eingebracht und auch von der Fraktion Die Linke unterstützt. Die Ratsgruppe der  „Partei“ enthielt sich der Stimme, während alle übrigen Parteien den Antrag ablehnten.

Verglichen mit 2023 hat sich die Zahl der Ratsmitglieder, die gegen die Schließung der Krankenhäuser sind, mehr als verdoppelt. Das ist erst einmal sehr gut und zeigt, dass in die Frage Bewegung gekommen ist!

Die Fraktionsspitzen von CDU, Grünen und SPD sprechen zusammen mit der AfD von einer angeblichen „Verbesserung der Krankenhausversorgung“ durch die Schließung der beiden großen Krankenhäuser in Köln. Das ist pure Demagogie. Dabei erhalten sie die volle Unterstützung der Neven-Dumont-Presse.

Zunächst bedeutet die angebliche Verbesserung nichts anderes als u.a. die Schließung der Notaufnahmen, der Radiologien, der Intensivstationen in der Kinderklinik und in Holweide. Die propagierte „Neuorganisation zentraler Funktionsbereiche“ dient dem Abbau von 381 Planstellen. Auch führt die „Zentraliserung in Merheim“ schlicht zum Abbau von 313 Planbetten (von derzeit ca. 1400, d.h. von 22%) mit dem Ziel, die stationären Behandlungszeiten weiter zu senken. Gleichzeitig plant man 600 unterirdische „Notbetten“ für angebliche Pandemie-Zeiten! Dabei geht es tatsächlich um die Schaffung eines Kriegskrankenhauses.

Darüberhinaus wird die herrliche „Verbesserung der Krankenhausversorgung“ auch von der brutalen Umsetzung der Pläne von Gesundheitsministerin Warken bestimmt sein, die die Parteien, die unseren Antrag am 19. März abgelehnt haben, auf Bundesebene gerade diskutieren!

Angesichts dessen muss man aber fragen: Wie kann es sein, dass immer noch viele Ratsmitglieder in Kenntnis all dieser Fakten nicht der Demagogie von der angeblichen „Verbesserung“ widersprechen? Warum wollen sie ihren Wählern weiter verkaufen, dass mit der von Warken geplanten Kürzung der Krankenhausgaben um 2,2 Milliarden die Versorgung aufrechterhalten werden kann? Warum sind sie nicht bereit, auch  nur den allerkleinsten Finger für die Verteidigung der Krankenhäuser in Köln zu rühren?

Dabei formiert sich schon der Widerstand gegen die Warken-Pläne. Sie bedeuten auch, dass die Krankenhäuser zukünftig die Tariferhöhungen nicht refinanziert bekommen: Die Tarifverhandlungen werden quasi umgedreht und aus ihnen wird eine Maschine zum Stellenabbau gemacht! Wir sind uns sicher, dass die Gewerkschaft ver.di sich das nicht gefallen lassen wird!

Man sieht, die Interessen der Bevölkerung und der Beschäftigten sind unmittelbar miteinander verbunden und der Widerstand wird wachsen.

Wir wollen am 21.04. in der Schützenhalle diskutieren

  1. Rückblick auf die Aktion vor der Ratssitzung, unseren Antrag im Rat und Informationen zu den Plänen der Bundesregierung gegen die Krankenhäuser
  2. Weitere Aktivitäten

Gruß

Eva Gürster

Weitere Informationen: https://erhalt-krankenhaus-koeln-holweide.blogspot.com/

Hier der Link zum Bericht über unsere Demonstration am 19.03. vor der Ratssitzung: https://erhalt-krankenhaus-koeln-holweide.blogspot.com/2026/03/sanierung-statt-schlieung-krankenhauser.html